Nunja, das war nicht abgesprochen, aber warum nicht. Erstmal alles öffnen und lüften. Die Plane liegt im Boot - kommt raus. So wie auch die Entfeuchterboxen. Die beiden Akkus werden eingebaut, und ja: Ich starte testweise den Yanmar! Nach ein paar Umdrehungen des Anlassers springt er an und das Herz des Bootes beginnt im ruppigen Rhytmus des kleinen Dieselmotors aus Japan zu schlagen - große Freude. Aber ist alles gut? Es gab ja Probleme mit dem Motorlauf im letzten Jahr. Und ich sehe, dass die Maschine im Leerlauf ziemlich wackelt im Motorkasten. Möglicherweise sind die Gummipolster der Halterungen verschlissen. Das muss nachgesehen werden, auch eine Motorinspektion mit Öl - und Filterwechsel ist fällig. Das gebe ich direkt in Auftrag. Denn ELAN soll uns ja auch in der Saison ´26 stressfrei viel Vergnügen bereiten.
ELAN ist eine Albin 25, ein schwedisches Motorboot aus den 70er Jahren. Ca. 2500 Stück sind seinerzeit gebaut worden. Es war so etwas wie der VW Käfer auf dem Wasser, kompakt, aber mit ausreichend Platz für eine vierköpfige Familie, geeignet auch für längere Freizeitfahrten im Binnenwasser und an der Schärenküste. Einige der Boote tuckern heute noch, auch in den Niederlanden.
Zum Bootje - April ´26
ELAN wurde kurz vor Silvester "eingepackt", also winterklaar gemacht (klick). Erst jetzt Mitte April fahre ich mit einem guten alten Freund wieder nach Amsterdam in den Jachthaven T´Einde, um die Plane zu entfernen, die Akkus wieder einzubauen und ein paar Arbeiten in Auftrag zu geben. Nach den langen Jahren an der Vecht in Nederhorst und Weesp ist das hier noch alles neu. Und die Erinnerung ist noch frisch an die Überführung an einem sonnigen Tag vor fast einem Jahr im Mai ´25 (klick). Aber nun gleich eine Überraschung: ELAN steht nicht mehr "op de kant", sondern ist schon im Wasser und liegt friedlich in ihrer Box.
Das Wetter ist herrlich, ein sonniger Frühlingstag. Wir fahren rüben an die Vecht nach Muiden und genießen auf der Terasse vom Ome Ko mit Blick auf die Groote Zeesluis ein schönes Affligem Dubbel und Borrelhappjes.
Auf der Rückfahrt noch ein kurzer Abstecher in Muiderberg mit einem weiten Blick über das Markermeer. Das tiefblaue Wasser reicht bis zum Horizont. Da zog ELAN im letzten Jahr ihre Bahn von Norden kommend auf der Rückfahrt von Monnickendam (klick).
Hier am Ufer gibt es einen richtigen Strandpavillon wie an der Noordzee. Es klingt aus wie ein kleiner Ferientag, eine Entrückung vom Alltag: In der Zeemeeuw gibt es Kopje Koffie und Appelgebak mit Slagroom.
ELAN - winterklaar kurz vor Silvester ´25 !
Die letzte Fahrt mit ELAN war Ende August, eine Wochenendtour nach Amsterdam (klick). Seitdem liegt das Boot verwaist im Jachthaven T ´Einde. Die Sasion ´25 war also sehr kurz. Wir waren im Oktober kurz vor Ort, um den Schlüssel abzugeben. Da lag Elan noch im Wasser. Über Silvester sind wir wie immer in Egmond an der Nordsee. Von da fahren wir an einem Vormittag zum Boot, um endlich die Plane zu installieren.
ELAN steht aufgebockt ganz vorn und ist gut zugänglich, kein Vergleich zu der engen Stellung der Boote in der Jachtwerf Weesp. Hier stehen nur weinge Boote "op de kant". Einge sind mit Schrumpffolie überzogen. Das kann man hier in Auftrag geben, ist aber teuer.
Das Wetter ist trocken, sogar die Sonne kommt raus. Wir öffnen das Verdeck und lüften durch. Das Boot ist von innen trocken. Ich baue die Akkus aus und es werden vier Entfeuchterboxen in die Bereiche verteilt.
Dann kommt die Plane drauf, die ist neu und sitzt knapp, besser als zu groß wie in den vergangenen Jahren
Es ist mild und trocken, und das kurz vor Jahresende. Wir machen alles fix und fertig und fahren zurück an die Noordzee.
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