ELAN steht seit einer Woche wie jedes Jahr "op de kant" auf dem Gelände der Jachtwerf Weesp (klick). In der 9. Saison nun folgen wir dem Rhythmus: 6 Monate Sommerhafen Spiegelzicht auf dem Spiegelplas, 6 Monate Winterquartier in Weesp. Man gewöhnt sich daran, hat Rituale liebgewonnen, findet Sicherheit im Vertrauten - quasi wie in einer alten Ehe. Aber es geht vielleicht noch was. Wir sprechen schon länger über einen Wechsel, denn der schöne See an der Vecht in Nederhorst hat auch seine Nachteile. Die Schleuse auf den Fluß ist ein Nadelöhr, bis 12.00 muß man da durch sein, zurück in den Hafen geht es erst ab 17.30. Das führte in den ganzen Jahren einerseits zu Streß, andererseits zu Wartezeiten. Andere Häfen in der Nähe sind durchweg Vereinshäfen mit jahrelangen Wartezeiten. Die Jachthäfen unten bei den Loosdrechter- und Vinkeveener Plassen sind doch sehr randständig bezogen auf unsere Ziele und Touren, die wir in den letzten Jahren so gemacht haben. Man könnte natürlich einen kompletten Wechsel machen, umziehen nach Südholland oder nach Friesland. Gerade letzteres lockt mit viel Wasser und guter Infrastruktur für das Freizeitskippern. Also was tun?
Hier mal eine Übersicht zur Lage: Wir sind hier sehr nahe am Zentrum der großen Wasserstadt. Die ersten Meter gehen immer über den Kanal, südlich bis Weesp eine knappe Stunde, nördlich nur eine kurze Strecke bis zum IJ, der Sixhaven ist nur 6 Kilometer entfernt, ohne jegliche Brücken - und Schleusenwartezeit. Fahrten in Richtung Nordholland und über den Noordhollandkanal oder die Zaan können von hier ohne angezogene Handbremse gestartet werden. Auch in Richtung Süden über die Amstel ist man fix.