ELAN wird überführt - neuer Hafen im Mai ´25

Ganz wichtige Fahrt zum Boot: Es wird endlich in der Jachtwerft Weesp abgeholt und in den neuen Heimathafen gebracht! Einiges läuft dabei nicht nach Plan, aber am Ende wird alles gut. ELAN hat  nach 10 Jahren in Nederhorst den Berg und Weesp im Jachthafen t ´Einde in Amsterdam festgemacht.


Doch der Reihe nach. Ich fahre am 19. Mai nach Weesp, vereinbart war bis Montag die Zurwasserlassung und ein Motorservice. Leider steht das Boot noch an Land, es soll alles erst am Nachmittag erledigt werden. Nicht gut - eigentlich wollte ich jetzt überführen und direkt danach mit dem kleinen Klapp-E-Bike wieder zurück zur Werft fahren und das Auto holen. Im neuen Hafen dann das Auto abstellen und mit dem Rad von da in die Stadt zum Hotelschiff fahren und am Dienstag mit dem Rad zurück zum Hafen und "Klar-Schiff" machen. Aber ich füge mich und stelle meinen Plan um: Erst Morgen alles mit dem Boot machen, jetzt direkt mit dem Auto zum neuen Liegeplatz, von da mit dem Rad zum Hotelschiff mit dem schönen Namen "Felicitas". Die Fahrt dahin geht über die geschwungene Nesciobrug immer am Amsterdamrhijn-Kanaal entlang mit einer kleinen Pause beim ehemaligen Sluiseiland Zeeburg.


Über das ehemalige Östliche Hafengebiet mit seinen künstlich angelegten Inseln sind es nur 10 Minuten bis zu Veemkade. Dort im IJhaven gegenüber Javaeiland ist die Felicitas für zwei Tage festgemacht. Das Hotelschiff liegt nämlich nicht fix, sondern wechselt von hier auch ins Oosterdok und sogar weiter nach Zaandam.


Das Östliche Hafengebiet von Amsterdam besteht aus einer Reihe von Inseln und Halbinseln, die Ende des 19. Jh. angelegt wurden. Hier konzentrierte sich im Industriezeitalter der Kern der Handels - und Personenschiffahrt.



Nach dem Bau des Noordzeekanaals verlor das hier allerdings seine Bedeutung, große Hafenanlagen wurden westlich der Stadt errichtet, das gesamte Gebiet wurde zu Wohn-und Bürovierteln umfunktioniert, eine bunte und z. T. originelle Mischung aus den alten Packhäusern, neuer Blockbebauung, Hochhäusern, Stadtvillen am Wasser.


Ich ckecke kurz ein, dann bei herrlichem Wetter mit dem kleinen Fiido durch die Stadt. Dabei fällt wieder auf, wie fahrradkompatibel diese Stadt doch ist. Egal wie eng, egal wohin - überall gibt es richtige Radwege mit eigenem Ampelsystem. Ich fahre zu Centraal Station und nehme die kostenlose Fähre nach Noord zur NDSM


Die Nederlandsche Dok en Scheepsbouw Maatschappij unterhielt dort eine der größten Werftanlagen der Welt. Heute ist das hier Trendviertel, Kreativzentrum, Ort für experimentellen Strukturwandel, viel Altes, spontan Umgewandeltes und Improvisiertes allerorten. Allerdings wurden auch hier in den letzten Jahren im Expresstempo Wohngebäude errichtet, ein komplett neues Stadtviertel entsteht.


Hier liegt auch die Amsterdam Marina. Die war in den Jahren ´18/´19 öfter mal Anlaufstelle für ELAN, darunter legendäre Fahrten wie die Koningsdagtour und die Mexikofahrt. Die Passantenkade wurde aber seitdem abgebaut und so wurde der Sixhaven zum Stammhafen in Amsterdam.


Die ganze Ecke hier ist immer noch eine anregende Fundgrube für originelle Objekte, Ansichten und Details.




Ich fahre zurück durch Noord, setze wieder über auf die Südseite und schaue noch kurz am Dam vorbei.


Zurück auf der Felicitas, ruhiger Ausklang des Tages an Deck.



Am Dienstag Aufbruch nach dem Frühstück - wieder bei herrlichem Wetter und in gespannter Erwartung auf die Überführungsfahrt mit ELAN.


Die Route von Amsterdam nach Weesp ist sehr gut mit dem Rad zu machen, es geht südlich immer am Kanal entlang. Hier soll das Boot gleich in entgegengesetzter Richtung unterwegs sein.


Ankunft in der Jachtwerft gegen 11.00. Hier ist immer noch viel los, an den Booten wird geschliffen und geschraubt. 


ELAN liegt vorne an einem der Stege an der Vecht. Ich lade das Rad auf und suche den Chef, der mich mit der Aussage zu beruhigen versucht, es sei alles in Ordnung, ein besonderer Service sei nicht nötig gewesen. Der Techniker habe den Motor gestartet, alles prima. Nunja, einen Austausch des Öls, der Filter und des Impellers hatte ich mir schon vorgstellt. War keine Zeit, oder hatte man keine Lust? Egal, ich muß jetzt los. Und der Unterhalt des Bootes liegt ab jetzt ohnehin in anderen Händen. 



ELAN starte sofort und läuft auch angenehm rund. Ich tuckere langsam die paar Meter bis zum Abzweig auf die Smal Weesp. Diese Dreibrücken-Durchfahrt zum Kanal bin ich schon oft gefahren und warte auf Öffnung. Nach ein paar Minuten erscheint ein Brückenwärter und signalisiert "Keine Durchfahrt!" Ich kann es kaum glauben, auf der Waterkarten App gibt es dazu keine Meldung. Jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten: In Muiden raus auf das offene IJmeer, an Pampus vorbei und durch die Oranjesluizen ins Hafengebiet und von Norden her auf den Kanal bis zum neuen Hafen. Oder, und das mache ich, die Vecht südlich fahren bis Nigtevecht, da gibt es einen Durchlaß zum Kanal.


Hätte es für heute nicht gedacht, aber ich fahre die alte gewohnte Überführungsroute über die Vecht. Insgesamt ein Riesenumweg - bis Nigtevecht sind das immerhin 10 Kilometer in die "falsche Richtung". Aber die Stimmung hellt auf, das Boot läuft super, das Wetter ist herrlich.


Am Durchlaß auf den Kanal öffnet gerade die Brücke, also keine Wartezeit.


Jetzt geht es ganze 11 Kilometer den Kanal wieder hoch. Das ist immer eine nervöse Sache. Die großen Frachter ziehen hier schnell vorbei, vor allem der Gegenverkehr verursacht große Heckwellen, die  wieder an den harten Kanalwänden zurückgeworfen werden und das ganze Wasser unruhig aufschaukeln lassen.


Ich halte mich ganz rechts und tuckere mit ca. 8 Stundenkilometern meinem Ziel entgegen.


Eine interessante Begegnung: Die River Drone 2 zieht mit ihrem markant vorne montierten Führerstand vorbei. Dieses Schiff ist für Abstandsbedienung ausgelegt, d.h. Fahren, Lenken, Manöver ausführen, Schleusen, fest-und losmachen des Schiffes, Kommunikation mit anderen Schiffen werden durch einen Operator an Land in einem Kontrollcenter ausgeführt. Ein Kapitän an Bord dient nur der Aufsichtsfunktion.



Endlich ist das Bovendiep erreicht. In dieser Ausbuchtung rechts vom Kanal liegen die Jachthäfen und damit auch t ´Einde, der neue Heimathafen für ELAN. Ich tuckere ganz langsam durch die Einfahrt und parke rückwärts in die Box Nr. 8. Die Steiger sind hier etwas anders angelegt als in Nederhorst, ist aber prinzipiell einfacher. Die Boxen sind breiter und mit Seilen voneinander getrennt.



Große Beruhigung, das Boot liegt fest. Ich baue die neu bezogene Sitzbank ein, reinige die Aufbauten und putze innen. ELAN steht gut da, endlich bereit für die Fahrsaison ´25.



Auf der Rückfahrt dann ein Problem, es gibt einige Verkehrsstaus um Amsterdam mit irren Wartezeiten. Ich biege einfach nordwärts ab und fahre gemütlich bis Enkhuizen und von da über die wunderbare Panoramastrecke über den mittleren Deich über das Ijsselmeer bis Lelystad. Weiter über Zwolle und Appeldorn bis Arnheim und von da auf gewohnter Strecke zurück. Das ist zwar viel länger und dauert, aber das macht alles nix - ich bin im Zustand heiterer Gelassenheit.



Start in die Saison ´25


Es geht endlich wieder los! Aber bevor es richtig losgeht und ELAN wieder tuckert, gibt es immer eine erste Arbeitsfahrt in das Königreich. Noch liegt das Bootje da wie eine verpuppte Raupe, nach dem Abstreifen der Plane erstrahlt es wie ein Schmetterling.


Nun ja, natürlich ist alles etwas dreckig auf Deck und am Rumpf. Aber so schlimm ist es nicht. Auch innen ist alles o.k. Ich lüfte kurz durch, entferne die beiden gut mit Kondenswasser gefüllten Entfeuchterboxen und putze ewas am Rumpf - mehr geht jetzt nicht. Das große Klar-Schiff-Machen kommt später. Auf dem Gelände der Werft ist einiges los, es wird überall an den Rümpfen gewerkelt, viele Boote stehen noch "op de kant", ELAN ist eingekeilt ganz hinten. 

Wichtige Kleinigkeit: Ich bringe hinten die neue Durchfahrtvignette für Amsterdam an, gültig bis 2027.


Soweit reicht das hier, ich gebe im Kantoor noch eine Motorinspektion in Auftrag und gebe bis zur nächsten Woche "Feuer frei" für die Zurwasserlassung.


Ein letzter Blick auf die Jachtwerf Weesp für heute. ELAN wird absehbar nicht mehr hier für das Winterlager anlanden, ein großer Wechsel erfolgt in diesem Jahr.


Vorher hatte ich schon eine Station: In Nederhorst wurden bei Utarsail die neu bezogenen Sachen abgeholt, Kissen und die Sitzbank sind wieder top gemacht von diesem Betrieb. Ins Boot kommt das aber noch nicht.


Von Weesp geht es noch zur dritten Station. Ich fahre zum Jachthven t´Einde, dem neuen Liegeplatz von ELAN. Von da habe ich zwar schon den Vertrag, aber noch keine Rechnung. Ich spreche in der Sache vor und kann mir auch gleich von drei freien Plätzen einen aussuchen. Es wird Nummer 8, hier kommt das Bootje so bald wie möglich hin.



Von hier sind es mit dem Auto nur 10 Minuten bis zum alten Hafengebiet der Oostelijke Eilanden. Da hole ich mir zur Feier des Tages beim Volendamer Vishandel ein Broodje Haring. Sie geben dort Gurken und Zwiebeln zuerst in das Broodje und dann erst den Haring obenauf. Genial, läßt sich so viel leichter essen und alles verbindet sich auch besser für großen Genuß. Ich setze mich mit der kleinen Delikatesse an die Veemkade am IJhaven und atme etwas Amsterdamflair.


Überraschung dann an der Grenze in Elten: Es staut sich, der Verkehr wird über die alten Grenzanlagen geführt und es finden Einreisekontrollen statt - ein Ergebnis des Regierungswechsels von dieser Woche.





 


Fazit Saison ´24

Eine kurze Bilanz der Fahrsaison ´24: Was wurde mit ELAN gemacht? Start war (erst) am 23. April, ein Arbeitsbesuch in Weesp: Die Plane kam runter, Reinigungsarbeiten am Rumpf und die kleine Badeplattform wurde angebracht.


Die erste Fahrt dann am 9. Mai direkt von Weesp aus. Es ging für ein langes Wochenende nach Naarden und Muiden. Ein Highlight, wie schon im letzten Jahr: Die Begegnung mit Beatrix und ihrem Groene Draek.


Im Juni gab es zunächst nur einen Tagestrip für Reinigung.


Am 8. Juni dann für ein Wochenende nach Amsterdam in den Sixhaven.


Mitte Juli machten wir an einem Samstag eine Hotelübernachtung im Bistrotel Amsterdammertje an der Vecht und am Sonntag eine kurze Testfahrt über den Spiegelplas.

Ende Juli wieder ein Tagesbesuch für kleinere Arbeiten am Boot und eine Testfahrt.

Dann am 31. Juli endlich mal wieder eine Freizeitfahrt für ein langes Wochenende. Der "Groene Hart" Klassiker: Sixhaven in Kombination mit Bon an den Vinkeveener Plassen.

Am 9. August dann für zwei Tage zum Jachthafen Naarden, ein Treffen mit dem "Womo".

Am 13. Juli für zwei Tage in den Sixhaven, hier erleidet mein Freund eine Hirnblutung und stirbt am Tag darauf im Amsterdammer Zentralkrankenhaus.

10 Tage später fahren wir wieder für eine Nacht in den Sixhaven.

Am 8. September eine kurze Fahrt nach Weesp mit einer Übernachtung im W.S.V. De Vecht.

Die letzte Fahrt dann am 7. Oktober, ein Trip nach Muiden in die "Königliche". Auf dem Rückweg lassen wir das Boot in der Jachtwerft Weesp.

Im Oktober gibt es dann noch zwei Autofahrten nach Amsterdam: Recherche für neuen Liegeplatz.


Am 20. November schließlich der Abschluß, wir fahren zum Boot und montieren die Plane.

In Summe waren das in ´24 genau 8 Freizeitfahrten mit insgesamt 11 Übernachtungen auf dem Boot. Stellt man dem mal ganz nüchtern die Kosten (Sommer- und Winterliegeplatz, Versicherungen, Passantengebühren, technischer Service, Reparaturen) von ca. 2600€ entgegen, kommt man auf 236€ pro Nacht. An- und Abreise von Bochum an die Vecht (jeweils 500Km) sind da noch nicht berücksichtigt. Das Bootje ist einem also nicht nur lieb, sondern auch teuer. Zum Abschluß die Lehre aus der nüchternen Aufstellung und ein fester Vorsatz für ´25: Mehr fahren lohnt sich!

ELAN Winterklaar im November ´24


Es ist der 19. November ´24, ELAN steht seit fast 7 Wochen "op de kant" auf dem Gelände der Jachtwerft Weesp. Dahin hatten wir sie am 4. Oktober nach einer letzten Wochenendfahrt nach Muiden überführt. Wie jedes Jahr gibt es dann noch eine Fahrt, um die Matratzen zu holen und über das Boot oben eine schützende Plane zu ziehen. Ein paar Tage vorher wurde der letzte Service durch die Werft gemacht: Antivries in Motor und Toilette plus Akkuservice.  


Auf dem Werftgelände ist noch viel los, Boote werden an Land gekrant, das Gelände ist noch nicht voll. ELAN steht aber versteckt ganz am Rand eng eingekeilt, wie immer in den letzten Jahren schwer zugänglich. Das Wetter ist mies, auf der Hinfahrt dichter Regen, hier an der Vecht allerdings schon einige Zeit trocken. Auf Deck entfernen wir etwas Restfeuchte, die Stoffverdecke sind leidlich trocken. Ideal ist das für die Plane nicht, Sonne wäre jetzt besser - trotzdem kommt die jetzt drauf. Nach der viel zu schweren und zu großen Plane im letzten Jahr (klick) ist die neue dünner und leichter und wird jetzt fix übergezogen, denn es fängt wieder an zu nieseln.


Innen kommen noch zwei Entfeuchterboxen rein, das Ganze wird untenrum gut verschnürt, das muß jetzt reichen bis zum April. Erinnerungen an die Wasserkatastrophe von April 23 kommen hoch. Da hatte sich die Plane gelöst, ELAN stand für längere Zeit blank da, weil auch das hintere Stoffverdeck zur Reparatur war. Es kam zu massivem Wassereinbruch (klick).



Zweiter Programmpunkt ist eine schnelle Fahrt nach Nederhorst zu Utarsail. Da geben wir die große Sitzbank ab. Die soll, wie schon die Sitzkissen, neu bezogen werden. Danach dann als Drittes ein Transfer zum Jachthafen t´Einde, dem geplant neuen Heimathafen für ELAN. Ich hatte das hier schon besichtigt (klick) und eine mündliche Abrede getroffen. Versuche per Email, das zu befestigen, scheiterten jedoch. Zunächst ist alles recht verschlossen, wir kommen dann aber doch auf das Gelände und treffen die Inhaberin im Office. Sie ist schnell im Bilde, findet auch meine Emails im Posteingang und entschuldigt sich mehrfach. Sie erstellt eine neue Kalkulation, alles etwas chaotisch, aber sympathisch. Ein Vertrag mit Beginn im April ´25 soll jetzt zügig gemacht werden. Noch ein schneller Blick auf den zukünftigen Liegeplatz, dann folgt Programmpunkt Nr. 4.


Zum endgültigen Abschluß der Saison gehört eine Einkehr, heute endlich mal wieder im urigen Traditonslokal Ome Koo in Muiden. Wir genießen Westmalle Triple, Bitterballen und Frietjes.


Ein Blick auf die Vecht in Muiden, das ist der "Heimatfluß" seit 2016, Start und Ziel vieler Fahrten seit 2016. Nederhorst, Weesp, Muiden - das waren in den letzten Jahren feste Stationen für ELAN. Auch wenn der neue Liegeplatz nicht weit weg ist und Routen über und an die Vecht weiterhin befahren werden, ist es ab April ´25 doch eine Akzentverschiebung. Darum ein letzter romantischer Blick auf die herbstliche Kulisse am Fluß - Ende des Jahres, süße Melancholie des Abschieds. 




Hafensuche im Oktober - Teil 2

Der Herbst - die Fahrsaison ist vorbei, Fahrten in die maritime Welt des Nachbarlandes ruhen eigentlich zu dieser Zeit. Nicht so in ´24! Lange gereift, jetzt aber reif für eine Entscheidung: ELAN bekommt einen neuen Liegeplatz für Sommer und Winter. Schon am letzten Samstag wurde ein Hafen im Zielbereich besichtigt, das war der Jachthaven Bovendiep (klick) in einer Bucht am Amsterdam-Rhijnkanaal kurz vor dem IJ und damit nah am Zentrum der großen Wasserstadt. Es gibt da aber in Summe noch 7 (!) weitere Häfen eng beieinander, davon zwei Wassersportvereine. Die kommerziellen Häfen habe ich seit letztem Samstag angeschrieben. Geantwortet hatten Tineke Bakker und T ´Einde, letzterer mit einem interessanten Preisgefüge, deutlich unter dem Angebot bei Bovendiep. Da fahre ich an einem Donnerstag einfach mal hin. Der Hafen liegt am Ende einer schmalen Landzunge, unmittelbar neben und unter der großen Autobahnbrücke der A10. Das ist natürlich keine romantische Idylle hier, hat aber was. Und, wie schon erwähnt, von hier kann man unmittelbar ohne Hindernis auf Tour gehen. 



Das Havenkantoor steht quasi auf dem Kanaldeich. Es gibt eine Zufahrt mit Tor, dahinter das für die Häfen hier übliche und mit den Jahren gewachsene bauliche Chaos. Ich komme mit einem Mitarbeiter in Kontakt und trage mein Anliegen vor. Er korrigiert gleich die Kalkulation nach oben, weil ELAN ja nun mal keine kurze Schaluppe ist. Alles bleibt aber im Rahmen, ist immer noch relativ günstig.

Der Platz C17 sei ab Sommersaison `25 frei, schaue ich mir an. Die Metallstege sind solide, es gibt einen Fingersteg - das würde hier passen.


Kurzer Blick in das kleine Sanitärgebäude, überraschend frisch und sauber.

Also Entschluß: Hier kommt das Boot ab April hin. Es gibt einen Handschlag, ein Vertrag wird in den nächsten Tagen online gemacht, eine Last fällt ab. Ich mache noch einen kurzen freien Trip, fahre mit dem Auto in die Oostelijke Eilanden, das alte Hafengebiet östlich des Zentrums. An der Veemkade gibt es das Winkelcentrum Brasilie direkt am Wasser des IJ. Darin ist der Vishandel Peter Tol eine gesetzte Qualitätsadresse für Fisch. Hier war ich schonmal mit dem Rad vor zwei Jahren auf einem Solotrip vom Boot in Nederhorst aus (klick). Damals wie heute ist das Haringsbroodje eine Genußbombe.